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MSC Faktenblatt: Alaska Seelachs

AK_Seelachs 190Hintergrundinformation

Der Alaska Seelachs ist der Deutschen liebster Fisch. Sein weißes Fleisch hat einen zarten Geschmack und wird vor allem für Fischstäbchen und Schlemmerfilets verwendet. Er ist ein Schwarmfisch, der sich in 100 bis 300 Meter Tiefe aufhält. Der Alaska Seelachs wird bis zu 15 Jahre alt und kann eine Länge von einem Meter erreichen. Er kommt im gesamten nördlichen Pazifik vor. Die amerikanische Fischerei wurde 2005 erstmals nach MSC-Standard zertifiziert und war eine der ersten Fischereien weltweit, die das MSC-Siegel tragen

durften. Die Anlandungen der Alaska Seelachs-Fischerei betrugen in den letzten dreißig Jahren durchschnittlich 1,3 Millionen Tonnen. Der Bestand ist im Jahr 2010 auf 9,6 Millionen Tonnen angestiegen und Wissenschaftler haben die biologisch angemessene Fangmenge für das Jahr 2011 mit 1,2 Millionen Tonnen beziffert (eine Steigerung von 47 Prozent gegenüber 2010).

Nachhaltigkeitsaspekte

Bestandssituation:
In Alaska bestimmen Wissenschaftler die biologisch angemessenen Fangmengen auf Basis wissenschaftlicher Studien und die Fischereimanager setzen die Fangquoten entsprechend dieser wissenschaftlichen Empfehlungen oder darunter fest. Dieses vorsichtige Setzen der Fangmengen sorgt dafür, dass die Fischerei nachhaltig gemanagt wird. Da die Bestände vor allem natürlichen Einflüssen unterliegen, schwankt ihre Menge und die Fischerei begegnet diesen Entwicklungen, indem sie bei Bedarf die Fangmengen nach unten anpasst. Dieser wissenschaftliche Ansatz der Alaska Seelachs-Fischerei gilt international als vorbildlich.

Alaska Seelachs 190x160Umweltauswirkungen:
Gefischt wird mit pelagischen Netzen, welche die Auswirkungen auf den Meeresboden minimieren. Die Alaska Seelachs-Fischerei ist eine der „saubersten“ der Welt. Weniger als ein Prozent dessen, was im Netz landet, wird wieder ins Wasser zurückgeworfen. Die Fischereimanager haben im Laufe der Zeit einige Vorschriften erlassen, die jegliche mögliche Effekte auf Meeressäuger wie Seelöwen und Pelzrobben minimieren und den Fang an anderen Arten als Alaska Seelachs noch weiter reduzieren sollen.

Managementplan:
Das Managementsystem der Fischerei ist offen und transparent und basiert auf robusten wissenschaftlichen Arbeiten. Ein vorsichtiges Managment, dass die Auswirkungen der Fischerei auf die marine Umwelt einbezieht, ermöglicht eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen. Eine gewisse Fangmenge ist für lokale Gemeinden in Alaska reserviert.

Weitere Auswirkungen:
Die Bestandsbewertung des Alaska Seelachses zählt zu den besten der Welt. Die Fischerei verfügt über lange Datenreihen zu Fischvorkommen und Verteilung, was ihre Entscheidungen absichert. Die jährliche Bestandsmodellierung zum Festlegen der Fangstrategie berücksichtigt viele Faktoren, z.B. mögliche ökologische Auswirkungen. Staatliche Beobachter begleiten die Schiffe, um Fänge zu dokumentieren und Forschungsarbeiten durchzuführen.

Verbesserungen:
Die jährliche Bestandsbewertung beinhaltet eine wissenschaftliche Überprüfung der Umweltauswirkungen der Fischerei. Bei den Empfehlungen zu biologisch angemessenen Fangmengen werden die Nahrungsbedürfnisse von Meeressäugern und -vögeln berücksichtigt. Fangmengen werden individuell verteilt, was den Fischern mehr Verantwortung überträgt. Die Industrie finanziert darüber hinaus Forschungsprogramme, um das Verständnis über die marine Umwelt zu verbessern, was auch Forschungsarbeiten zur Erholung von Meeressäugern beinhaltet.

Stand: November 2010 Kontakt: berlin@msc.org

 

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