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MSC Faktenblatt: Kalifornischer Weißer Thunfisch

Weißer ThunfischHintergrundinformation


Der weiße Thunfisch ist ein eifriger und schneller Schwimmer und in allen Meeren anzutreffen. Im Pazifischen Ozean werden zwei Bestände unterschieden – der nördliche und der südliche. Der Weiße Thunfisch wächst schnell, wird früh geschlechtsreif und ist sehr fruchtbar. Aufgrund dieser Eigenschaften kann er dem Druck fischereilicher Aktivitäten gut standhalten.
Im Nordpazifik wird seit dem frühen 20. Jahrhundert eine Fischerei auf Weißen Thunfisch mit Angelruten sowie mit Schleppangeln betrieben. Seit den 1980er Jahren erfolgt die Fischerei auch im Südpazifik. Beim Schleppangeln werden künstliche Köder an mehreren Angeln ohne Widerhaken hinter dem Boot hergezogen. Bei der Fischerei mit Angelruten werden Thunfischschwärme lokalisiert und die Tiere dann einzeln aus dem Wasser gezogen. Die Angeln sind mit kurzen Leinen bestückt und haben keine Widerhaken.

Nachhaltigkeitsaspekte


weißer Thunfisch 190x160Bestandssituation
Laut wissenschaftlicher Befunde ist der Bestand des Weißen Thunfischs im Pazifik auf einem guten Niveau. Die MSC-zertifizierte Fischerei wendet traditionelle und schonende Fangmethoden an, die jährlich nur etwa 5.000 Tonnen Weißen Thunfisch hervorbringen.

Umweltauswirkungen
Beide Fangmethoden sind sehr selektiv und jeder Fisch wird einzeln aus dem Wasser gezogen. Beifang ist selten und selbst wenn eine unerwünschte Art an der Leine hängt, kann sie unbeschadet ins Wasser zurückgesetzt werden, da die Leinen nicht mit Widerhaken versehen sind. Die Rückwurfraten sind niedrig, denn die Fischer vermeiden Schwärme kleiner Thunfische, da sie nur wenig Geld bringen. Die Fischerei mit Angelruten ködert Weißen Thunfisch mit Anchovis. Die Anchovy-Fänge werden überwacht und Bewertungen zeigen den Anchovy-Bestand in einem guten Zustand.

Managementplan
Zwei Kommissionen sind für das internationale Management des Weißen Thunfischs im Pazifik verantwortlich (ICCAT und WCPFC). Arbeitsgruppen dieser Kommissionen führen wissenschaftliche Bestandsbewertungen durch und koordinieren Forschungsprogramme. Die Implementation der Kommissions-Regularien erfolgt in den Vereinigten Staaten durch den „Pacific Fishery Management Council“, der einen Managementplan für Fischereien auf stark wandernde Arten wie den Weißen Thunfisch entwickelt hat.

Weitere Auswirkungen
Beide Kommissionen haben einen vorausschauenden Managementansatz formalisiert und spezifische vorsorgende Kontrollregeln für den Weißen Thunfisch sind in Entwicklung. Eine Reduktion der fischereilichen Aktivitäten auf den nördlichen Weißen Thunfisch war eine vorsorgende Maßnahme als Reaktion auf wissenschaftliche Aussagen, dass der nördliche Bestand nahezu maximal ausgebeutet wird. Die vorsorglichen Kontrollregeln berücksichtigen Unsicherheiten bei den erhältlichen Daten und in der Bestandsbewertung.

Verbesserungen
Die Fangmethoden sind selektiv und haben keine negativen Auswirkungen auf den Meeresboden. Beide Bestände sind in gutem Zustand. Um dies weiterhin zu gewährleisten sollen die fischereilichen Aktivitäten nicht verstärkt werden. Darüber hinaus hat die Fischerei kaum nennenswerte Zertifizierungsauflagen erhalten.

Stand: November 2010 Kontakt berlin@msc.org




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