MSC Faktenblatt: Neuseeland Hoki — MSC
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MSC Faktenblatt: Neuseeland Hoki

HokiHintergrundinformation


Neuseeland Hoki war 2001 die erste Weißfisch-Fischerei weltweit, die das MSC-Siegel erhielt. Der Hoki wird in zwei Bestände geteilt – den westlichen und den östlichen Bestand. Hoki ist der am häufigsten vorkommende kommerziell gefangene Fisch in Neuseeland und wird vor allem in die Vereinigten Staaten, nach Europa, Japan und Australien verkauft. Die Fischerei kann auf umfangreiche Forschungsarbeiten zurückgreifen. Zudem wird sie nach einem integrierten Managementansatz geführt, der Industrie und Regierung gleichermaßen einbezieht. Die Fangquoten sind individuell transferierbar. Die wichtigsten
Fanggründe der Fischerei sind westlich von South Island, Cook Strait, Chatham Rise und in der Subantarktis.
Der Hoki ist ein schnell wachsender Fisch, der 20 bis 25 Jahre alt und über einen Meter lang werden kann. Sein weißes, flockiges Fleisch hat wenige Gräten, was ihn zu einem leicht verzehrbaren Fisch macht. Hokis werden im Winter mit pelagischen Netzen gefangen (die den Meeresboden nicht berühren) und das restliche Jahr über mit Grundschleppnetzen, denn der Fisch lebt nah am Grund.

Nachhaltigkeitsaspekte


Bestandssituation
Die Bestände des Hoki schwanken durch unterschiedlich starke Nachwuchsproduktion von Jahr zu Jahr. Seit 2001 war die westliche Population deshalb stark gesunken. Als Reaktion wurden die Fangmengen für diesen Bestand von 137.000 auf 25.000 Tonnen gesenkt. Diese für die Fischer schmerzliche Entscheidung war Teil eines gezielten Prozesses zum Wiederaufbau des Bestandes. Heute sind sowohl der westliche als auch der östliche Bestand in einem guten Zustand.

Hoki 190x160Umweltauswirkungen
Seit 2001 ist die Zahl der Zusammenstöße mit Seevögeln durch gesetzliche und freiwillige Maßnahmen von 8,73 pro 100 Schleppvorgängen auf 1,32 gesunken. 30 Prozent der Ausschließlichen Wirtschaftszone Neuseelands sind für Schleppnetze gesperrt. Wo ihr Einsatz erlaubt ist, werden nur historische Schleppgründe befahren, um keine neuen Gebiete zu beeinträchtigen. Maßnahmen zur weiteren Reduktion der Einwirkungen der Fischerei auf Seevögel, Pelzrobben und sensitive marine Lebensräume sind bereits in Umsetzung.


Managementplan

Das Managementsystem ist robust, respektiert internationale Gesetze und stimmt mit nationalen Regelungen überein. Managemententscheidungen werden anhand von klaren, relevanten Informationen getroffen, die von externem Input gestützt werden und es Managern erlauben, eine Mehrzahl von Möglichkeiten zu betrachten. Der Fischereiplan legt die Ziele und gewünschten Ergebnisse für das Management der Hoki-Fischerei Neuseelands fest.

Weitere Auswirkungen
Industrie und Regierung haben Ende 2006 eine partnerschaftliche Vereinbarung getroffen. Seither wird die Hoki-Fischerei im Rahmen eines Co-Management mit einer gemeinsam festgelegten Vision, gemeinsamen Zielen und in enger Zusammenarbeit geführt.

Verbesserungen
Veränderungen im Management haben zur Erholung des westlichen Hoki-Bestandes geführt und die Zahl verendeter Seevögel und Pelzrobben verringert. Derzeit wird als Bedingung der MSC-Zertifizierung eine Umwelt-Risiko-Analyse geplant, die zu weiteren Reduktionen der Umweltauswirkungen führen soll.

Stand: November 2010 Kontakt: berlin@msc.org










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