MSC Faktenblatt: Nordsee Scholle — MSC
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MSC Faktenblatt: Nordsee Scholle

ScholleHintergrundinformation


Die Scholle, auch Goldbutt genannt, ist ein wichtiger Plattfisch für die europäische Fangflotte. Schollen tragen ihre Augen auf der rechten Körperflanke. Ihre braune Haut ist mit charakteristischen rötlichen Punkten bemalt. Ausgewachsene Schollen können bis zu 70 cm Länge erreichen, werden bis zu 45 Jahre alt und maximal sieben Kilogramm schwer.
Derzeit sind zwei Fischereibetriebe auf Scholle in der Nordsee nach MSC-Standard zertifiziert. Die Schiffe sind in der mittleren Nordsee zwischen Dänemark und Schottland unterwegs und fangen die Schollen mit sogenannten „Twin rig„ (Beschreibung unter „Umweltauswirkungen“). Die Fangmenge beträgt jährlich 5.000 Tonnen und der Fisch wird als gefrorenes und frisches Filet verkauft.

Nachhaltigkeitsaspekte


Bestandssituation
Die jüngsten Untersuchungen zeigen, dass sich der Schollenbestand der mittleren Nordsee in einem guten Zustand befindet und ausreichend Nachwuchs produziert. Er ist damit als nachhaltig bewirtschaftet einzustufen und wird wahrscheinlich sein derzeitiges Wachstum beibehalten.

Scholle190x160Umweltauswirkungen
Die von den zertifizierten Fischereien angewendete Fangmethode ist relativ neu und ungewöhnlich. Das sogenannte „Twin Rig“ besteht aus zwei Netzen, die leichter sind als ein herkömmliches Grundschleppnetz. Das verringerte Gewicht der Netze führt dazu, dass die Einwirkungen auf den Meeresboden reduziert sind. Die Netzmaschenweiten von 90-130 mm sind erlaubt, es werden jedoch bisher ausschließlich Maschenweiten, größer als gesetzlich vorgeschrieben, gewählt und so landet kaum ungewollter Fisch oder junge Schollen in den Netzen der Fischer.Die Fischerei hat zum vierten Überwachungsaudit erfolgreich alle Auflagen erfüllt.

Managementplan
Das Management der Fischerei ist in ein robustes Rahmenwerk eingebettet, das mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Gesetzgebungen übereinstimmt. Die Fischerei wird sorgfältig überwacht und es existieren Mechanismen zur Reduktion der Fischereiaktivitäten falls veränderte Rahmenbedingungen dies notwendig machen.

Weitere Auswirkungen
Um den Meeresboden und das Ökosystem in sensitiven Gebieten zu schonen, haben die Fischereibetriebe freiwillig ausgewählte Gebiete gesperrt.

Verbesserungen
Die recht neue Fangtechnik der Fischereien macht weitere Forschungsarbeiten notwendig und so wird die Fischerei die Auswirkungen ihres Gerätes auf den Meeresboden und den marinen Lebensraum in ihrem Wirkungsgebiet weiterhin untersuchen. Sie wird auch ihren Beitrag zur Erholung der Kabeljaubestände in der Nordsee messen.

Stand: November 2010 Kontakt berlin@msc.org









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