MSC Faktenblatt: Südafrika Seehecht — MSC
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MSC Faktenblatt: Südafrika Seehecht

SeehechtHintergrundinformation


Die Schleppnetz-Fischereien auf Kap-Seehecht erwirtschaften mehr als die Hälfte des Fischereiwertes Südafrikas. Die wichtigsten Exportmärkte sind Europa, Australien und die Vereinigten Staaten. Die Fischerei wird das ganze Jahr über betrieben.
Es gibt zwei Arten an Kap-Seehecht – den Tiefenwasser-Kap-Seehecht und den in seichteren Gewässern lebenden Kap-Seehecht. Die beiden Arten überlappen in ihrer Tiefenverteilung und beide sind entlang der gesamten Küste Südafrikas zu finden. Sie wachsen langsam und können bis zu 1,15 Meter lang werden. Im Erwachsenenalter ernähren sich Kap-Seehechte vorwiegend von Fischen, jagen bei Nacht und halten sich während des Tages nahe des Bodens auf, wo sie dann von der Fischerei gefangen werden.

Nachhaltigkeitsaspekte


Bestandssituation
Die beiden Kap-Seehecht-Arten werden getrennt voneinander betrachtet. Der Bestand des in seichteren Gewässern lebenden Kap-Seehechts ist auf einem gesunden Niveau und wird nachhaltig befischt. Der Bestand des Tiefenwasser-Kap-Seehechts liegt niedriger, weshalb die Fischerei einen Erholungsplan eingeführt hat, um dieser Entwicklung entgegenzutreten.

SA-Seehecht190x160Umweltauswirkungen
Der Beifang an Seevögeln konnte von 18.000 auf wenige Hundert pro Jahr gesenkt werden, nachdem bunte Leinen an den Netzen befestigt wurden, welche die Seevögel abschrecken. Es wurde ein Beifang-Managementplan für die Tiefsee erarbeitet und Maßnahmen umgesetzt, die den Beifang an Seeteufel und Kingklip weiterhin reduzieren sollen. Dazu gehören vorsorglich angesetzte Fanggrenzen und das saisonale Schließen von Fanggründen.

Managmentplan
Seit sich die politische Landschaft Südafrikas verändert hat, ist das Management der Kap-Seehecht-Fischerei offener. Alle Inhaber von Fischereirechten haben einen Verhaltenskodex unterzeichnet, der sie dazu verpflichtet, Verfahrensweisen einzuhalten und die Prämisse einer nachhaltigen Fischerei anzuerkennen. Ein Managementplan, der den Bestand des Tiefenwasser-Kap-Seehechts innerhalb von 20 Jahren auf ein nachhaltiges Niveau heben soll, ist in Umsetzung.

Weitere Auswirkungen
Zahlreiche wissenschaftliche Beobachter haben die Fischerei begleitet und wertvolle Erkenntnisse zu den Kap-Seehecht-Arten und den Beifangarten gesammelt. Diese Erkenntnisse sind in Managementempfehlungen eingeflossen und ermöglichen heute artenspezifische Bestandsbewertungen, die ein gezielteres Management der beiden Bestände zulassen.

Verbesserungen
Es wurden Maßnahmen eingeführt, die den Beifang an Seevögeln und die Auswirkungen auf den Meeresboden reduzieren sollen. Diese umfassen z.B. das Eingrenzen und Abstecken von Schleppgründen, um die Größe der beeinträchtigten Fläche zu reduzieren. Durch den vermehrten Einsatz von Beobachterschiffen und das Anstellen von 42 ausgebildeten Fischerei-kontrolleuren wurde die Überwachung der Fischerei verschärft. Die gesamte Seehecht-Flotte unterliegt nun darüber hinaus einem satellitengestützen Überwachungssystem.

Stand: November 2010 Kontakt: berlin@msc.org





 

 

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