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Hering- und Sprottenfischerei in der Ostsee mit MSC-Zertifikat

Juli 2, 2020

Die transnationale Herings- und Sprottenfischerei in der Ostsee wurde heute als nachhaltig mit dem MSC-Zertifikat ausgezeichnet. Die Fischerei ist ein Verbund aus vier Fischereinationen: Deutschland, Schweden, Dänemark und Estland.

Der deutsche Teil der zertifizierten Fischerei wird von der Erzeugergemeinschaft der Nord- und Ostseefischer GmbH betrieben, die bereits 2008 als erste deutsche Fischerei für ihren Seelachsfang in der Nordsee das MSC-Zertifikat erhielt. Die zertifizierte deutsche Flotte fing sechs Prozent der deutschen Heringsfänge und 50 Prozent der deutschen Sprottenfänge des Jahres 2018.

„Es fühlt sich gut an, endlich das MSC-Zertifikat in der Hand zu halten. Wir haben einen langen und strengen Bewertungsprozess durchlaufen, in dem wir auf Leib und Nieren geprüft wurden und mit wissenschaftlichen Daten und Fakten zeigen konnten, dass unsere Herings- und Sprottenfischerei nachhaltig ist“, sagt Benjamin Schmöde, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Nord- und Ostseefischer GmbH.

Das MSC-Siegel wird nur an Fischereien vergeben, die Fischbestände so nutzen, dass sie in einem guten Zustand bleiben oder nachweislich wieder dorthin anwachsen, deren Einwirkung auf die Lebensräume im Meer verträglich sind, und die ein effektives Management vorweisen können. Die zertifizierte Herings- und Sprottenfischerei verwendet pelagische Schleppnetze und Ringwaden, die keinen Bodenkontakt und nur minimale Beifänge haben. Im Rahmen der jährlichen Kontrollen muss die Fischerei auch in Zukunft nachweisen, dass sie keine Schweinswale mitfängt, deren Population in der Ostsee stark gefährdet ist.

Stefanie Kirse, Leiterin des MSC in Deutschland, Österreich und der Schweiz: „Wir freuen uns sehr, dass die Erzeugergemeinschaft auch bei ihrem Herings- und Sprottenfang auf Nachhaltigkeit setzt und gratulieren zur MSC-Zertifizierung. Wie jede MSC-zertifizierte Fischerei, muss auch die Herings-und Sprottenfischerei in jährlichen Audits ihre nachhaltige Arbeitsweise weiterhin belegen. Diese Informationen liefern wichtige Daten für die nachhaltige Bewirtschaftung von Fischbeständen und wirken sich positiv auf das Leben in der Ostsee aus.“

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