Bodenlangleine — Marine Stewardship Council
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Bodenlangleine

auch Grundlangleine oder Set Long Line (SLL)

Bodenlangleine © Pablo R. Benitez, MSC

Bodenlangleinen gehören zu den ältesten passiven Fanggeräten und können auf unebenem und rauem Meeresboden eingesetzt werden, wo andere Fanggeräte nicht mehr zum Einsatz kommen.

Eine Bodenlangleine besteht aus einer langen Hauptleine (1), an der kurze Nebenleinen (2) mit beköderten Haken (3) befestigt sind. Meist werden die Haken mit Fischködern, manchmal aber auch mit künstlichen Ködern bestückt.

Zum Ausbringen der Langleine wird der erste Anker gesetzt und das Schiff dampft voraus, wobei die restliche Leine mit den Haken über das Heck ausgelassen wird. Beide Enden der Langleine werden verankert und mit Bojen (4) kenntlich gemacht. Bodenlangleinen werden mit Gewichten so eingestellt, dass sie in ganzer Länge am Grund liegen. Die Leine wird nicht in einer geraden Linie ausgebracht, sondern der Bodenstruktur und Tiefe angepasst. Nach bis zu 24 Stunden wird die Langleine wieder eingeholt.

Zum Einholen der Leine kann ein GPS-Gerät eingesetzt werden, um die exakte Position der Leine wiederzufinden. So kann der Kutter die Linie der Bodenleine nachfahren und sie einholen, ohne diese unnötig über den Meeresgrund zu schleppen, wodurch Schaden am Fanggerät und am Meeresboden minimiert wird. An Deck wird die Leine durch eine Maschine geführt, die den Fang automatisch vom Haken streift.
 

Beispiele MSC-zertifizierter Fischereien, in denen Bodenlangleinen eingesetzt werden:
 

Norwegischer Nordost-Arktischer Kabeljau
Norwegischer Nordost-Arktischer Schellfisch

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