Muscheldredge — Marine Stewardship Council
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Muscheldredge

auch Bootdredge oder Boat Dredge (BD)

Muscheldredge © Pablo R. Benitez, MSC

Der Aufbau der Muscheldredge für den Miesmuschelfang (1) kann sich regional leicht unterscheiden. Ein Muschelkutter im Niedersächsischen Wattenmeer zieht üblicherweise zeitgleich vier Muscheldredgen, zwei links und zwei rechts vom Schiff. Um die Netze vor Abrieb zu schützen, ist die Unterseite aus eisernen Kettengliedern. Zudem verhindert die sogenannte Schlickrolle (2) das Eindringen der Dredgen in den weichen Wattboden. Der geringe Anteil von Beifang in der Muschelfischerei setzt sich je nach Fanggebiet hauptsächlich aus Seepocken, Seesternen und Krebsen zusammen. Diese Arten kommen zahlreich im Wattenmeer vor und vermehren sich schnell. Im Wattenmeer wird der Miesmuschelfang durch große Gezeitenunterschiede bestimmt: Miesmuscheln aus trockenfallenden Bereiche des Watts können zum Beispiel nur bei Flut gefischt werden. Die Fangaktivitäten richten sich also vorrangig nach Ebbe und Flut und nicht nach der Tageszeit. Darüber hinaus wird das Fischen stark von der Strömung und Witterung bestimmt. Bei Sturm und Seegang „springen“ die Dredgen, womit der Muschelfang unmöglich wird.

Beispiel einer MSC-zertifizierten Fischerei, in der Muscheldredgen eingesetzt werden:

Miesmuschelfischerei im niedersächsischen Wattenmeer

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