Hoki — Marine Stewardship Council
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Hoki

+++ Macruronus novaezelandiae +++ wird bis zu 25 Jahre alt +++ bis zu 130 cm lang +++ bis 6 kg schwer +++

HokiHoki spielt vor allem auf dem asiatischen und US-amerikanischen Markt eine Rolle, aber auch in Deutschland werden Hokiprodukte immer häufiger angeboten. Hier ist er auch unter den Namen Langschwanz-Seehecht, Neuseeländischer Seehecht und Blauer Seehecht bekannt.

Lebensweise

Im Vergleich zu anderen Tiefseefischen wächst der Hoki recht schnell, erreicht mit 3 bis 4 Jahren relativ früh die Geschlechtsreife und wird maximal 25 Jahre alt. In der Laichzeit, die sich von Ende Juni bis Ende September erstreckt, legen die erwachsenen Weibchen jeweils mehrere Millionen Eier ab. Er lebt in Tiefen von über 400 Metern und bevorzugt die subantarktischen Gewässer um Neuseeland bis Südamerika. Hokis leben in Schwärmen und ernähren sich von kleinen Fischen, vor allem Leuchtsardinen, Krebsen und Tintenfischen. 

Aussehen

Der Hoki ist ein sehr langer, schmaler, zur Schwanzspitze hin keilartig spitz verlaufender Fisch, auf den die englische Bezeichnung Whiptail (zu Deutsch Peitschenschwanz) charakteristisch zutrifft. Die erste Rücken- und Bauchflosse stehen frei. Die zweite Rücken- und Bauchflosse laufen als ein Saum ohne Unterbrechung bis zur Schwanzspitze zusammen. Dieser Flossensaum umrandet mehr als zwei Drittel des Fisches. Der Rücken des Hoki ist blau bis blaugrün, der Bauch schimmert blau bis silbrig. Der Fisch hat große Schuppen, die sich leicht entfernen lassen.

HokiBeispiel einer MSC-zertifizierten Fischerei

> Hoki aus Neuseeland: New Zealand Hoki

Gefangen wird der Hoki mit Grundschleppnetzen und pelagischen Schleppnetzen. Eine über 20 Jahre durchgeführte Untersuchung zeigt, dass die Fischerei nur vier Prozent der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Neuseelands in Anspruch nimmt. Neuseeland hat 1,25 Millionen Quadratkilometer seiner AWZ für Grundschleppnetz-Fischereien gesperrt. Dies stellt weltweit die größte Schließung einer AWZ dar. Wo der Einsatz von Grundschleppnetzen erlaubt ist, werden nur historische Schleppgründe befahren, um keine neuen Gebiete zu beeinträchtigen.

Im Rahmen einer Zertifizierungsauflage hat die Fischerei eine Umweltrisikobewertung durchgeführt, um ihre Auswirkungen noch besser zu verstehen. Dabei wurden 15 Bodenlebensräume wissenschaftlich untersucht. Nur eines der Habitate zeigte potenziell hohe ökologische Folgen durch die Fischerei. Weitere Arbeiten werden nun helfen, diese, falls nötig, zu reduzieren.

Im Rahmen eines von der neuseeländischen Fischereiindustrie angeschobenen Forschungsprogramms soll außerdem ein Präzisionsfanggerät entwickelt werden. Ein erster Prototyp der neuen Generation ist seit Oktober 2013 im Feldversuch und zeigt in Sachen Selektivität und Qualität des Fanges sehr gute Resultate.

Seit 2001 ist die Zahl der Zusammenstöße mit Seevögeln durch gesetzlich vorgeschriebene und freiwillige Maßnahmen von 8,73 pro 100 Schleppvorgängen auf 1,32 gesunken. Seit 2013 gibt es zusätzlich einen nationalen Aktionsplan für Seevögel, der von der neuseeländischen Fischereibehörde in Zusammenarbeit mit Umweltverbänden und der indigenen Bevölkerung veröffentlicht wurde.

Bestandsinformationen

Hoki...zu den Beständen östlich und westlich von Neuseeland (FAO 81): 

Der Hokibestand Neuseelands unterteilt sich westlich und östlich von Neuseeland in zwei Bestände. Im Jahr 2000 kam es zu einem starken Rückgang des westlichen Hokibestandes. Ein strikter Managementplan hat damals dafür gesorgt, dass die Fangquoten von 137.000 auf 25.000 Tonnen gesenkt wurden. Diese für die Fischer schmerzliche Entscheidung war Teil eines gezielten Prozesses zum Wiederaufbau des Bestandes. Seit 2010 ist der Hoki (östlich und westlich von Neuseeland) wieder auf einem hohen Niveau angelangt.

 

 

 

 

© Speziesbild: Scandinavian Fishing Year Book | Fischereibild: Terry Haan | Fanggebietskarte: Fischbestände Online verändert nach FAO

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