Schwertfisch — Marine Stewardship Council
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Schwertfisch

+++ Xiphias gladius +++ wird 2 bis 4,5 Meter lang +++ Gewicht: Ø 100 - 250 Kilogramm +++

Lebensweise

Der Schwertfisch ist die einzige Art der Familie der Schwertfische (Xiphiidae). Er ist den ThunfischenSchwertfisch ähnlich – bis auf den Oberkiefer, der bei den Schwertfischen stark abgeflacht ist und das charakteristische, namensgebende Schwert ausbildet. Schwertfische sind weltweit in gemäßigt warmen bis tropischen Meeren verbreitet. Da er wärmere Gewässer bevorzugt, ist der Schwertfisch in Nord- und Ostsee eher selten, dafür ist er im gesamten Mittelmeer sowie im Atlantik und Pazifik weit verbreitet. Gelegentlich wurden auch schon Tiere im Ärmelkanal gesichtet. Schwertfische sind Einzelgänger. Nur sehr selten jagen sie in kleineren Jagdverbänden. Aber selbst dann halten sie einen Sicherheitsabstand von ca. 100 m ein, da Schwertfische beim Schwimmen Wirbel im Wasser erzeugen, mit denen sie sich sonst gegenseitig behindern würden. Sie sind schnelle, aktive Raubfische, die sich von verschiedenen Schwarmfischen wie z. B. Hering und Makrele ernähren. Schwertfische laichen in den Sommermonaten bei Temperaturen um 24° C. Die Weibchen sind sehr fruchtbar und tragen bis zu 50 Millionen Eier. Schwertfische können bis zu 70 bis 100 km/h schnell schwimmen. Das allerdings nur für sehr kurze Zeit als absolute Maximalleistung.

Aussehen

Der Körper der Schwertfische ist lang und torpedoförmig und hat kräftige Flossen. Er ist durch seinen schwertförmig verlängerten Oberkiefer leicht zu erkennen. Das „Schwert“ kann bis zu einem Drittel der Gesamtlänge ausmachen. Die Funktion des Schwertes ist nicht ganz geklärt: Es könnte zum Erlegen von Schwarmfischen dienen, sich aber auch bei der Entwicklung der Stromlinienform herausgebildet haben.

Beispiel einer MSC-zertifizierten Fischerei

> Kanadische Schwertfischfischerei: North West Atlantic Canada harpoon swordfish

Kanada Harpunenfischerei auf Schwertfisch © Stephen Meese - Fotolia.comDie kanadische Fischerei auf Schwertfisch mit Harpunen arbeitet äußerst selektiv. Sie hat minimalen Beifang, kaum Auswirkungen auf den Lebensraum im Meer und ein konservatives Management. Harpunen sind eine sehr schonende Fangmethode. Die Fischer können die Schwertfische vor dem Fang visuell identifizieren, so dass kaum Beifang an anderen Arten anfällt. Da die Harpunen nur an der Wasseroberfläche zum Einsatz kommen, haben sie auch keine negativen Auswirkungen auf den Meeresboden. Die Fischerei nimmt aktiv an internationalen und nationalen Managementprozessen teil, um weitere Verbesserungen für ein nachhaltiges Management zu erzielen. Weiterhin vertiefen die Fischer ihre Bemühungen, den Bestand genau zu überwachen und ihn schonend zu bewirtschaften.

Warum eine MSC-Zertifizierung?

Fischereien stehen unterschiedliche Wege für die Vermarktung ihres Fisches zur Verfügung. Über die MSC-Zertifizierung haben sich die Schwertfischer ein Instrument gegeben, mit dessen Hilfe sie ihre besonders umweltfreundliche und selektive Fischerei bewerben können.

Bestandsinformation

FAO Fanggebiet 21 mit Ökoregionen (c) Fischbestände Online verändert nach FAO


FAO 21, Nordwestatlantik

Die Schwertfischfischerei wird von der International Commission for the Conservation of Atlantic Tunas (ICCAT) gemanagt. Im Jahr 1999 stand es um den Schwertfischbestand im Nordatlantik relativ schlecht und so führte ICCAT einen Wiederaufbauplan ein. Der Bestand hat sich seither gut erholt und der Wiederaufbauplan gilt als erfüllt. Heute stellen konservative Fangquoten sicher, dass der Schwertfischbestand auf einem nachhaltigen Niveau bleibt.







© Speziesbild: Scandinavian Fishing Year Book | Fischereibild: Stephen Meese - Fotolia.com | Fanggebietskarte: Fischbestände Online verändert nach FAO

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