Tiefsee-Scallop — Marine Stewardship Council
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Tiefsee-Scallop

+++ Placopecten magellanicus +++ Größe: Ø 10 cm +++

Tiefsee-Scallop (c) ASALebensweise

Muscheln ernähren sich von feinstem Plankton. Die meisten Muschelarten sind getrenntgeschlechtig. Der Samen wird vom männlichen Tier frei ins Wasser entleert und vom Weibchen mit dem Atemwasser eingesogen. Das Weibchen entwickelt dann Millionen von Eiern und Larven. Manche Muschelarten sind Zwitter und werden in regelmäßigen Abständen abwechselnd männlich oder weiblich tätig. Die atlantischen Kammmuscheln werden in Deutschland unter dem Namen Tiefsee-Scallop gehandelt. Sie sind nahe Verwandte der Jakobsmuscheln, es handelt sich jedoch nicht um die gleiche Gattung und Art. Tiefseescallops leben im Nordatlantik vor den Küsten der USA und Kanada. Scallops sind die fruchtbarsten unter den Muscheln. Sie können schon mit einem Jahr geschlechtsreif werden und produzieren bis zu 270 Millionen Eier. Zum Vergleich: Eine Miesmuschel produziert etwa 30 Millionen Eier im Jahr.

Aussehen

Ein auffälliges Merkmal der Tiefsee-Scallops sind ihre zahlreichen Augen. Sie sitzen entlang der Ränder ihrer Schalen, aufgefädelt wie Perlen. Tiefsee-Scallops können weder kriechen noch graben. Dafür haben sie einen starken Schließmuskel, mit dem sie ihre Schalen schnell öffnen und schließen und so per Rückstoßprinzip schwimmen können. Auf dem Teller landet meist nur der große runde Muskel der Muschel, der die Schalen zusammen hält.

Tiefsee-Scallop

 

 Rezepte mit Jakobsmuscheln >>

 

 

Beispiel einer MSC-zertifizierten Fischerei

Ostkanadische küstenferne Scallop-Fischerei: Eastern Canada offshore scallop

In Tiefseescallop kanadische Fischereiden Fanggründen der kanadischen Scallop-Fischerei hat die Industrie freiwillig einige Laichgründe der Muschel für die Fischerei geschlossen. Zum Schutz des Muschelwachstums gibt es derzeit drei geschlossene Gebiete mit einer Gesamtfläche von 400 Quadratkilometern. Die Scallop-Dredge hat sich als sehr selektiv erwiesen. Scallops machen 94% des Fangs aus. Die Fischerei hat in den letzten Jahren einige Maßnahmen ergriffen, um ihren Beifang zu reduzieren und diese hohe Selektivität zu erreichen. Beispielsweise nutzen die Fischer nun Sonartechnologie, um die Bereiche zu lokalisieren, wo eine hohe Muscheldichte zu erwarten ist, so dass Fänge zielgerichteter erfolgen können. Auf diese Weise hat sich der ‚Fußabdruck‘ der Fischerei, also ihre räumliche Ausdehnung, erheblich verkleinert. Die Ausdehnung der Fischerei wurde im Rahmen einer Zertifizierungsauflage erforscht und kartiert. Durch diese Forschungsarbeiten konnte die Fischerei auch bestätigen, dass sie keine negativen Auswirkungen auf sensible Bodenbewohner wie Korallen oder Schwämme hat.Tiefsee-Scallop

Bestandsinformationen

...zum Bestand südlich von Neufundland und Neuschottland, Kanada (FAO 21):

Der Bestand vor der Ostküste Kanadas ist in verschiedenen Regionen, sogenannte Bänke oder Managementregionen unterteilt, die zertifizierte Fischerei fischt in der Shrimp Fishing Area, SFA 10, 11, 12, 25, 26 und 27. Die Muschelbänke vor der kanadischen Küste, die am meisten Ertrag abwerfen, sind die Georges Bank und Brown Bank; beide entwickeln sich überdurchschnittlich gut und werfen zusammen jährlich fast 30.000 Tonnen Muscheln ab.

 

 

 

© Speziesbild: MSC verändert nach ASA | Fischereibild: onepony/Fotolia.com | Fanggebietskarte: Fischbestände Online verändert nach FAO

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