Lachs — Marine Stewardship Council
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Lachs

+++ Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha), Ketalachs (Oncorhynchus keta), Königslachs (Oncorhynchus tchawytscha), Rotlachs (Oncorhynchus nerka), Silberlachs (Oncorhynchus kisutch) +++

Buckellachs © Scandinavian Fishing Year BookOb gegrillt, gebraten, geräuchert, gedünstet, gekocht oder mariniert: Alaska-Wildlachs ist in Deutschland sehr beliebt. Neben dem Geschmack überzeugt der Fisch auch durch seinen hohen Anteil an gesunden Omega-3-Fettsäuren.

Lebensweise

In den Gewässern in und um Alaska leben fünf Wildlachsarten (Rotlachs, Ketalachs, Königslachs, Silberlachs und Buckellachs). Sie gehören zur Familie der Salmoniden und sind anadrom. Das heißt, sie leben im Meer und kehren in ihren Geburtsfluss zurück, um zu laichen. Der pazifische Lachs stirbt nach dem Laichen, während der atlantische Lachs nach dem Ablaichen mehrere Male ins Meer zurückkehren kann. Alaska-Wildlachs ernährt sich unter anderem von Krebstieren, die dem Lachsfleisch die charakteristische rötliche Farbe verleihen. Nach ein bis vier Jahren haben sich die Lachse im Meer genügend Fettreserven angefressen, um die Rückwanderung zum Laichen an ihre Geburtsplätze im Süßwasser antreten zu können. Lachse sind fleißige Schwimmer. Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 50 bis 100 Kilometern am Tag legen die Tiere im Laufe ihres Lebens Tausende von Kilometern zurück. Der Alaska-Wildlachs wird je nach Art durchschnittlich zwei bis sieben Jahre alt.

Aussehen

Die ins Meer abwandernden kleinen Lachse durchlaufen eine physiologische Veränderung, die es ihnen ermöglicht, im Meerwasser mit 2,8 – 3,2 % Salzgehalt zu leben. Dieser Vorgang der Smoltifizierung verändert auch das Erscheinungsbild der kleinen Lachse. Sie verlieren ihre dunkel gefärbten Streifen und erhalten ein silbriges Aussehen mit dunklem Rücken. Beim Herannahen der Geschlechtsreife legen die bis dahin silberblanken Lachse mit dunkelblauem Rücken je nach Art ihre Laichtracht mit oliv bis braun gefärbtem Rücken und gelb/rötlichen Seiten an. Der zu diesem Zeitpunkt farbenprächtigste Vertreter der Lachse ist der pazifische Rotlachs oder Sockeye, der, annähernd scharlachrot in die in den nördlichen Pazifik führenden Flüsse zum Laichen aufsteigt. Beim männlichen pazifischen Buckel-/Pinklachs (s. Abbildung) bildet sich außerdem während der Laichzeit ein überdimensionaler Höcker – daher die Bezeichnung – auf dem Rücken aus. Kennzeichnend für alle lachsartigen Fische ist das feste, saftige rot bis hellorangefarbene Fleisch, sowie die sogenannte Fettflosse – eine dicke, strahlenlose Hautfalte zwischen Rücken- und Schwanzflosse. 

 

© Joerg Lehmann, MSC – Wildlachs mit süßsaurem Sprossensalat

Rezepte mit Lachs >>

 

 

 

 

Beispiel einer MSC-zertifizierten Fischerei

> Alaska-Wildlachs: Alaska salmon

(c) Canadian Fishing Co. - boatDie Verfassung von Alaska besagt: „Der Lebensraum des Wildlachses muss geschützt werden“. Und so dient eine Vielzahl an Maßnahmen dem Ziel der Bestandserhaltung: Fangverbote, Höchstfangmengen, Vorschriften zu Fanggerät und Fangart sowie Geschlechter- und Größenbegrenzungen. Gefangen werden die Lachse auf verschiedene Weise. Es werden Ringwaden eingesetzt, deren relativ kleiner Umfang in Alaska max. 58 Fuß (knapp 18 Meter) betragen darf. Außerdem kommen pelagische Stellnetze, kleine legale Treibnetze, Schleppangeln, Strandwaden und Fischräder zum Einsatz. Letztere werden ausschließlich im Yukon River in begrenzter Zahl eingesetzt. Wildlachse schwimmen in engen Verbunden und mischen sich nicht mit anderen Arten. Aus diesem Grund hat die kommerzielle Wildlachsfischerei quasi keinen Beifang an anderen Fischen, auch nicht an Wasservögeln oder Meeressäugern. Jedes Jahr zählen die Beobachter der Fischereibehörde auf Türmen vom Flussufer aus, wie viele Wildlachse vom Meer in die Flüsse schwimmen. Sind ausreichend viele Lachse die Flussmündungen hochgeschwommen, wird die Fischerei eröffnet. So stellt der Staat Alaska sicher, dass genug erwachsene Tiere der Fischerei entgehen, um den Nachwuchs zu sichern. 

 

Bestandsinformation

FAO Fanggebiet 67 mit Ökoregionen (c) Fischbestände Online verändert nach FAO...zum Bestand in Alaska (FAO 67):

Die Bestandssituation der meisten Arten ist gut, aber einzelne Bestände des pazifischen Wildlachses müssen sich erholen und so wurden Aktionspläne entwickelt, die dies sicherstellen sollen. Das Fischereimanagement von Alaska zählt zu den umfassendsten und strengsten der Welt. Die Managementziele sind klar definiert und es werden jährlich Bestandsrechnungen oder -aktualisierungen vorgenommen.

 

 

 

 

© Speziesbild: Scandinavian Fishing Year Book | Fischereibild: Canadian Fishing Co. | Fanggebietskarte: Fischbestände Online verändert nach FAO

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