DNA-Tests liefern erneut gute Ergebnisse für MSC-Rückverfolgbarkeits-Standard — Marine Stewardship Council
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DNA-Tests liefern erneut gute Ergebnisse für MSC-Rückverfolgbarkeits-Standard

11.07.2012

Unabhängige DNA-Tests an zufällig ausgewählten Fischprodukten mit MSC-Siegel bestätigen: Die Anforderungen an Rückverfolgbarkeit für eine MSC-Zertifizierung der Lieferkette bieten Verbrauchern weiterhin ein hohes Maß an Sicherheit, dass Produkte mit MSC-Siegel aus zertifizierten nachhaltig arbeitenden Fischereien stammen. Insgesamt wurden 196 Stichproben in elf verschiedenen Ländern in Europa, den USA, Australien, Afrika und Asien untersucht. Alle 83 in Deutschland und der Schweiz getesteten Produkte stimmten mit der auf der Verpackung angegebenen Fischart überein und keiner der getesteten Artikel war falsch gekennzeichnet. Auch die Artikel aus anderen Ländern schnitten gut ab. Bis auf vier Produkte waren alle korrekt gekennzeichnet - was einer positiven Übereinstimmungsrate von 98 Prozent entspricht.

Der MSC informierte die zuständigen Zertifizierer über die vier falsch gekennzeichneten Produkte und forderte sie auf, in jenen Unternehmen der Produktkette, in denen vermutlich ein Austausch oder eine Beimischung nicht zertifizierter Ware stattgefunden hat, entsprechende Nachforschungen anzustellen. Die Zertifizierer haben daraufhin vorgezogene Kontrollaudits durchgeführt und der MSC hat zudem die betroffenen Hersteller über die vier falsch gekennzeichneten Artikel informiert. In drei Fällen konnte das Problem identifiziert und behoben werden. In einem Fall wurde ein Aktionsplan implementiert um in Zukunft solche Risiken schneller zu erkennen und ausschließen zu können.

Stellen Zertifizierer Verstöße gegen den MSC-Rückverfolgbarkeits-Standard fest, sei es im Rahmen eines planmäßigen Kontrollaudits oder bei sonstigen Nachforschungen wie diesen DNA-Tests, müssen die Zertifikatshalter die ermittelten Probleme umgehend beheben, um die Integrität der nach MSC-Standard zertifizierten Produktketten aufrechtzuerhalten.

Forensische Techniken stärken MSC-Programm

Im Jahr 2009 entwickelte der MSC erstmals DNA-Tests für drei Fischarten: Pazifischer Lachs (Oncorhynchus spp.), Alaska Seelachs (Theragra chalcogramma) und Schwarzer Seehecht (Dissostichus eleginoides). Keine der 240 nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Stichproben war fehlerhaft gekennzeichnet.

Über eine Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Labor "TRACE Wildlife Forensics Network" stärkte der MSC sein Rückverfolgbarkeitsprogramm mithilfe von DNA-Tests im Jahr 2011 weiter.  Die jüngsten Analysen umfassten Produkte mit drei weiteren Fischarten: Kap-Seehecht (Merluccius capensis und Merluccius paradoxus), Pazifischer Kabeljau (Gadus macrocephalus) und Hoki (Genus Macruronus).

Der MSC plant, sein DNA-Testprogramm auch in Zukunft fortzuführen und auszubauen, indem er unter anderem größere Stichprobenmengen testen und neue Tests entwickeln lässt. Hierzu werden Tests für Scholle (Pleuronectes platessa) und Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus) zählen. Für Tests von Kabeljau (Gadus morhua) wird der MSC die regionalen Identifikatoren verwenden, die über das "EU FP7 FishPopTrace Project" gefunden wurden.

DNA-Tests geben Sicherheit und Vertrauen

David Agnew, Standards Director des MSC, kommentiert: „Der MSC-Rückverfolgbarkeits-Standard genießt hohes Ansehen. Er sorgt dafür, dass nur Fisch aus MSC-zertifizierten Fischereien als solcher gekennzeichnet und nicht mit konventioneller Ware vermischt wird. Unsere gründlichen Prüfungen mittels DNA-Tests und Überprüfungen der Rückverfolgbarkeit von MSC-gekennzeichneten Produkten entlang der gesamten Lieferkette, bieten Verbrauchern und unseren Partnern zusätzliche Sicherheit, dass ein von ihnen gekauftes Produkt korrekt gekennzeichnet ist.“

Alison Roel, Product Integrity Manager beim MSC, fügt hinzu: „Das DNA-Projekt bietet unseren Partnern in der Lieferkette ein Instrument, das ihre Investition in das MSC-Programm absichert. Wir werden dieses Projekt weiter ausbauen, um einen umfassenderen Einblick in die einzelnen Stufen der Lieferkette zu erhalten. Sollten Fälle von Falschkennzeichnungen auftreten, leiten wir diese an die zuständigen Zertifizierer weiter, damit sie im Detail untersucht werden können. So sorgen wir dafür, dass die Reputation des MSC-Programms und damit unserer Partner geschützt wird.“


Pressekontakt: Wenn Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an: Gerlinde Geltinger, MSC Deutschland, Tel. +49 (0)30 609 8552-0, E-Mail: gerlinde.geltinger@msc.org

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