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Einzelhandel und Verarbeiter zufrieden mit Verkauf von MSC-zertifizierten Produkten - Erste Fischereien beantragen Erneuerung ihrer MSC-Zertrifizierung

Angesichts des Erfolgs während der vergangenen zwölf Monate haben der Marine Stewardship Council (MSC) und seine zertifizierten Partner einen redlichen Grund, sich auf die in der kommenden Woche in Brüssel stattfindenden Messe „European Seafood Exposition" zu freuen (26-28 April, Halle 6, Stand 1065).

Seit der Messe im vergangenen Jahr freut der MSC sich, folgende Erfolge vorweisen zu können:
· 100% der Fischereien, deren Zertifizierung ablief, beantragten eine Erneuerung der Zertifizierung: Die vier ersten Fischereien, deren Zertifizierung als nachhaltig geführte Fischerei ablief, haben alle ohne Ausnahme die Erneuerung der Zertifizierung beantragt.
· Neue Belege der positiven Auswirkung des MSC auf den Verkauf: Friedrichs, das deutsche Fischverarbeitungsunternehmen, erklärte, dass das Ökosiegel des MSC wesentlich zur seiner 42-prozentigen Verkaufssteigerung des geräucherten Kodiak-Wildlachs beigetragen hat.
· Das MSC-Siegel wird vom Verbraucher geschätzt: Waitrose, die englische Einzelhandelskette, teilte mit, dass der MSC-zertifizierte Frischlachs eines der gefragtesten Frischfischprodukte ist.
· Bedeutende Auswirkung des Seehechts aus Alaska auf die Sichtbarkeit des MSC-Siegels: Im Anschluss an die Zertifizierung des Seehechtes aus Alaska werden anderthalb Millionen Tonnen MSC-zertifizierter Fisch mehr auf dem Weltmarkt der Fischprodukte verfügbar sein.
· Die Rückverfolgbarkeit ist ein Plus: Der Mehrwert, der sich für die Unternehmen durch die Herkunftsbürgschaft ergibt, wird durch fortschrittlichere Rückverfolgbarkeitskriterien und die nachhaltige Versorgungskapazität  erhöht.

Dieses Jahr erwartet Sie auf der Messe in Brüssel am MSC-Stand ein Team von 8 Fachleuten, darunter auch Rupert Howes, Generaldirektor, der seit seinem Amtsantritt beim MSC im Oktober 2004 erstmals auf dieser Messe anwesend sein wird.

„Mehr denn je erkennen die Geschäftsleute den Wert eines Ökosiegels für Meeresprodukte. Seit der Veröffentlichung der Richtlinien zur Zertifizierung von Meeresprodukten durch die FAO bestehen keine Zweifel mehr, dass die nachhaltige Versorgung von Meeresprodukten an Bedeutung gewinnt. Allein das MSC bietet ein internationales, auf festgelegten Prinzipien basierendes Programm für nachhaltig geführte Fischereien. Wir empfehlen uns allen kaufmännischen Projekten, die mit unserer Aufgabenstellung und Philosophie im Einklang sind“, erklärte Rupert Howes.

Die Wiederzertifizierungsanträge gleichen einer Vertrauensaussage
Die MSC-Zertifizierung hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. Bis dato haben alle Fischereien, deren Zertifizierung ablief, die Erneuerung ihrer Zertifizierung beantragt. So werden beispielsweise der Alaska-Wildlachs, der Themse-Hering, die Westaustralische Languste und der Neuseeländische Hoki erneut eingehend untersucht, zur Bestätigung dessen, dass sie einen konstanten Fortschritt seit ihrer ersten Zertifizierung in den Jahren 2000 und 2001 aufweisen können.

Friedrichs erklärt, dass das MSC wesentlich zur Steigerung ihres Verkaufs von Wildlachs beigetragen hat
Kathrin Runge, Mitarbeiterin der Marketingabteilung bei Friedrichs, erklärte: „2004 haben wir 42% geräucherten Wildlachs (Kodiak) mehr verkauft als in 2003. Dies ist eine bedeutende Steigerung. Wir sind davon überzeugt, dass diese Zunahme wesentlich auf das Ökosiegel des MSC zurückzuführen ist.“ Unlängst hat Friedrichs Kaviar von Wildlachs (Kodiak) in ihr Angebot von MSC-zertifizierten Produkten aufgenommen. Dies ist der erste Kaviar, der in der EU das Ökosiegel des MSC trägt.

Der Erfolg von Waitrose
Unter den britischen Einzelhandelsketten bietet Waitrose erst seit Kurzem Produkte mit dem MSC-Siegel an der Theke von frischem Fisch an. Nach einer Woche wurde festgestellt, dass der Verkauf von Produkten, die dieses Siegel tragen, eine wesentliche Steigerung aufwies. Der Wildlachs aus Alaska wird von der Kundschaft sehr geschätzt. Daher wünscht Waitrose dieses Sortiment zu erweitern.  Jeremy Ryland-Langley, Verantwortlicher für den Einkauf von Fisch bei Waitrose, erklärte: „Die vier MSC-zertifizierten Produkte in unserem Sortiment werden von unserer Kundschaft sehr gefragt. Unsere Kunden wünschen, dass wir uns um eine umweltfreundliche Versorgung bemühen. Wir freuen uns, dass sie unseren Beschluss zur Zusammenarbeit mit dem MSC mit dieser Begeisterung aufgenommen haben.“ 

Der Seehecht aus Alaska fördert den Bekanntheitsgrad des MSC in Europa
Die Zertifizierung der beiden Seehechtfischereien in Alaska, die zusammen weltweit die beiden größten Fischereien von Weißfisch sind, könnte eine bedeutende Auswirkung auf den Bekanntheitsgrad des Ökosiegels des MSC haben.  Dazu erklärte Nicolas Guichoux, kaufmännischer Verantwortlicher für Europa beim MSC, „Es besteht ein bedeutendes Potential, den Bekanntheitsgrad unseres Ökosiegel zu erhöhen. Insbesondere in Europa, wo der Seehecht aus Alaska sehr beliebt ist und wo der Verbraucher sowie die Verantwortlichen der Einzelhandelsketten angesichts der Auswirkung des Fischfangs auf die Meeresumwelt zunehmend besorgt sind.“

Mehr Rückverfolgbarkeit ist ein zusätzlicher Vorteil
Durch die Inkrafttretung der neuen Rückverfolgbarkeitsbestimmungen in der EU und den Vereinigten Staaten in 2004 und 2005 wurde die Zertifizierung durch das MSC eine interessante Option sowohl für die Versorgungs- als auch für die Verarbeitungsunternehmen von Meeresprodukten. „Die Herkunftsbürgschaftszertifizierung ist ein Beleg der Rückverfolgbarkeit und der Nachhaltigkeit. Durch sie kann der Fisch in jeder Phase seit dem Fischfang bis auf den Teller rückverfolgt werden“, sagte Amy Williams, kaufmännische Verantwortliche beim MSC.

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