Das Ökosystem Meer ist in Gefahr

Die Meere und Ozeane bilden das größte zusammenhängende Ökosystem unseres Planeten, sie machen rund 72 Prozent der Erdoberfläche aus. Von der Tiefe mal ganz abgesehen! Doch dieser wertvolle  Lebensraum ist bedroht, vor allem Verschmutzung, Erwärmung, Versauerung und Überfischung machen ihm zu schaffen.

 

Dabei haben die Meere sehr wichtige Aufgaben! Sie sind das Zuhause von Millionen von Lebewesen. Nicht nur von rund 30.000 Fischarten, sondern auch von Muscheln und Seeigeln, von Krebsen und Algen, Würmern und Bakterien. Die Meere bieten ihren Bewohnern und anderen Lebewesen – so auch uns Menschen – Nahrung. Und auch beim Klima spielen die Ozeane einen wichtige Rolle: Sie produzieren Sauerstoff und nehmen riesige Mengen von Kohlendioxyd auf.

 

Der Zustand der Meere

Unsere Meere stehen unter Druck. Seit Jahrzehnten werden Fischbestände überfischt, zusätzlich bedrohen Klimawandel und Verschmutzung die Artenvielfalt. Die Weltbevölkerung geht nicht gerade fürsorglich mit dieser natürlichen Ressource um.

 

Verschmutzung und Zerstörung

Wir lassen zu, dass Industrie, Siedlungen und Landwirtschaft mit ihren Abwässern die Meere und Ozeane verschmutzen. Dass immer mehr Plastikmüll in den Meeren landet. Dass Baumaßnahmen Lebensräume wie beispielsweise Mangrovenwälder zerstören.

Erwärmung und Versauerung

Wir treiben den Klimawandel voran, der einerseits Eisberge schmelzen, aber fern der Pole auch die Wassertemperaturen steigen lässt – mit weitreichenden Folgen für Fischbestände und Meerespflanzen.

Überfischung

Wir entnehmen den Meeren mehr Fisch und Meeresfrüchte, als nachwachsen können. Laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind derzeit 34,2% aller weltweiten Fischbestände überfischt (hier der ausführliche Bericht von 2020).

34,2%

der Bestände sind überfischt.

Mehr als eine Milliarde Menschen sind auf Fisch als Nahrungsquelle angewiesen. Schätzungsweise 200 Millionen Menschen leben weltweit von der Fischerei. Mit der wachsenden Weltbevölkerung wird auch die Nachfrage nach Fisch weiter steigen. Auch nach Fisch aus dem Meer. Doch durch Überfischung können wir die Weltbevölkerung nicht ernähren. Im Gegenteil: Durch Überfischung verlieren wir wertvolle Nahrung für Millionen von Menschen, wie diese Analyse zeigt.


Illegale Fischerei 

Die illegale Fischerei verschärft das Problem der Überfischung. Illegale Fischereien verstoßen gegen geltende Fischereiquoten, melden ihre Fänge nicht oder fischen als Piraten in nicht für die Fischerei zugelassenen Gebieten.


Wir wollen der Überfischung der Meere ein Ende setzen

Und so dafür sorgen, dass die Artenvielfalt erhalten bleibt. Und dass Fisch und Meeresfrüchte auch für zukünftige Generationen eine Nahrungsquelle bleiben können. 

Deshalb haben wir das MSC-Programm ins Leben gerufen und einen strengen  Umweltstandard  formuliert. Durch die Kennzeichnung mit dem blauen MSC-Siegel können nachhaltige, legal gefangene Fischprodukte auf einen Blick erkannt werden.

Wenn Fischhändler, Restaurants und Supermärkte nachhaltigen Fisch mit MSC-Siegel anbieten, und wenn wir Verbraucher beim Fischkauf nur nachhaltigen Produkte wählen, dann ist das ein wichtiger Schritt, um unsere Meere ein Stück weit zu schützen.

 

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Kleines Siegel, große Wirkung

Damit wir Menschen leben können, müssen wir darauf achten, dass es den Meeren gut geht. Kann also ein kleiner Tropfen im Ozean einen großen Unterschied machen? Wir bei MSC wissen, ja: Das ist möglich – gemeinsam mit Dir!

Was kannst du tun?
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Lesen Geschichten von MSC-zertifizierten Fischereien und erfahre, was für ein Einfluss der MSC-Standard auf Gemeinden und die Umwelt haben kann.

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