Unabhängige DNA-Tests bei 240 zufällig ausgewählten Stichproben haben bestätigt, dass MSC-zertifizierter Fisch in Sachen Rückverfolgbarkeit gute Ergebnisse liefert. Alle Stichproben stammten mit dem auf der Verpackung angegebenen Fisch überein und keiner der getesteten Artikel war falsch gekennzeichnet. DNA-Tests helfen, dem Missbrauch von Umweltsiegeln entgegenzuwirken, und so plant der MSC im Laufe des Jahres weitere Tests durchzuführen.
Diese erste Serie an DNA-Tests wurde für drei Arten entwickelt: Alaska Wildachs (Oncorhynchus sp.), Alaska Seelachs (Theragra chalcogramma) und Schwarzer Seehecht aus Südgeorgien (Dissostichus eleginoides). Wissenschaftler entnahmen MSC-zertifizierten Fischereien Referenzproben dieser drei Arten und analysierten deren DNA-Profile. Im Anschluss wurden die Referenzproben mit MSC-gekennzeichneten Artikeln verglichen, die in vier wichtigen Märkten gekauft wurden (USA, Großbritannien, Deutschland und Japan). Alle Artikel beinhalteten die Spezies, die auf den Verpackungen angegeben waren. In Kombination mit der Überprüfung der Rückverfolgbarkeit von MSC-gekennzeichneten Produkten entlang der gesamten Lieferkette, welche Bestandteil des in 2007 ins Leben gerufenen „Projektes zu Rückverfolgbarkeit und Gewährleistung in der Lieferkette“ sind, liefern DNA-Tests zusätzlich Sicherheit, dass in Produkten mit MSC-Siegel tatsächlich Fisch aus MSC-zertifizierten Fischereien enthalten ist.
DNA-Tests helfen das Vertrauen zu stärken und geben Sicherheit
Evi Mateboer, MSC Supply Chain Manager, kommentiert: „Diese Ergebnisse sind sehr ermutigend - nicht nur für unsere jetzigen Partner, sondern auch für die weitere Entwicklung des Marktes für nachhaltig gefangenen Fisch und für jene Produzenten, die eine MSC-Zertifizierung anstreben. Rückverfolgbarkeit ist ein wichtiges Thema in der Fischwirtschaft: Fehlerhafte Deklaration ist ein altbekanntes Problem, welches das Vertrauen in die Lieferkette schwächt. Die Tests bestätigen, dass der Rückverfolgbarkeits-Standard des MSC ein zuverlässiges Instrument ist und dafür Sorge trägt, dass nur MSC-zertifizierter Fisch auch als solcher gekennzeichnet wird.“
„DNA-Tests ermöglichen die Identifikation von Arten, doch sie beweisen nicht, dass das Erzeugnis tatsächlich aus einer MSC-zertifizierten Fischerei stammt. Zusammen mit den strengen Anforderungen unseres Rückverfolgbarkeits-Standards bieten die Tests allen Einkäufern und Konsumenten jedoch zusätzliche Sicherheit, dass Produkte mit MSC-Siegel korrekt gekennzeichnet sind. DNA-Analysen stützen also zusätzlich das MSC-Engagement unserer Partner.“
Rückverfolgbarkeit ist wesentlicher Bestandteil des MSC-Programms
Rupert Howes, Geschäftsführer des MSC, fügt hinzu: „Mit der Verbreitung des MSC-Programms und der steigenden Nachfrage nach MSC-zertifiziertem Fisch erhöhen sich auch die Anreize, das MSC-Siegel zu missbrauchen. DNA-Tests helfen, das Vertrauen in Produktbeschaffung und Kennzeichnung zu stärken. Rückverfolgbarkeit ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Unternehmen und der MSC wird weiter daran arbeiten, Systeme zu entwickeln, die das Engagement, den Markt und die Reputation unserer Partner schützen.“
Während der nächsten Phase des DNA-Test Programms werden zum einen weitere Produkte mit Alaska Wildlachs, Alaska Seelachs und Schwarzem Seehecht aus Südgeorgie getestet, zum anderen werden neue Tests für weitere Arten entwickelt: Pazifischen Kabeljau (Gadus macrocephalus),, Seehecht (Merluccius paradoxus und M. capensis), Hoki (Macruronus novaezelandiae) und Herring (Clupea harengus).
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