Stellungnahme zum Artikel über Genetic Detection in "Current Biology"

Am 23. August 2011 erschien in der Zeitschrift "Current Biology" der Artikel „Genetic detection of mislabeled fish from a certified sustainable fishery“. Folgend finden Sie unsere Stellungnahme hierzu.

„Natürlich sind wir über die Ergebnisse, die in Current Biology veröffentlicht wurden, sehr beunruhigt [1]. Der MSC hat bereits eine Untersuchung gestartet und steht mit den Autoren der Studie in Kontakt, um ihre Produktinformationen mit den unseren abzugleichen. Sobald wir eine umfassende Prüfung der Produkte vorgenommen haben, die als falsch gekennzeichnet identifiziert wurden, werden wir die Ergebnisse unserer Nachforschungen veröffentlichen. Weiterhin werden wir bekannt geben, welche Korrekturmaßnahmen der MSC ergriffen hat,“ erklärt Amy Jackson, Deputy Standards Director beim MSC.

Der MSC gibt seit langem regelmäßig DNA-Tests in Auftrag, um die Robustheit und Glaubwürdigkeit unseres Rückverfolgbarkeits-Programms sicherzustellen. Ende 2008 und Anfang 2009 hat der MSC Proben des Schwarzen Seehechts (Dissostichus eleginoides) gesammelt. Diese Proben wurden (unter der Leitung von Dr. Rob Ogden) von der schottischen „Royal Zoological Society“ ausgewertet. Im Juni 2009 lagen die Ergebnisse dem MSC vor und bestätigten, dass alle MSC-gekennzeichneten Produkte von der MSC-zertifizierten Fischerei stammten, die im CCAMLR-Gebiet 48.3 operiert [2], [3].

Jackson fügt hinzu: „Das MSC-Programm fordert auf jeder Stufe der Lieferkette eine lückenlose Rückverfolgbarkeits-Prüfung, so dass jeder Vorwurf über einen Logomissbrauch untersucht werden kann. Unsere Untersuchung wird Verstöße gegen die MSC-Anforderungen identifizieren und genau anzeigen, wo dies passiert ist. Sollte tatsächlich ein Verstoß vorliegen, kann dies zu einem Entzug oder einem Aussetzen des MSC-Zertifikats in der Lieferkette führen. Der MSC nutzt DNA-Analysen als Ergänzung der unabhängigen Zertifizierungen durch Dritte. Die Analysen haben sich als ein leistungsstarkes Instrument bewährt, über das Falschkennzeichnungen in der Produktkette ausgemerzt werden können. Wir hoffen auf eine Zusammenarbeit mit den Autoren der Studie sowie mit anderen Experten auf diesem Gebiet, um dieses Ziel zu erreichen.“


[1] Marko et al. ‘Genetic detection of mislabeled fish from a certified sustainable fishery’. Current Biology Vol 21 No 16
[2] Unabhängige DNA-Tests bei 240 zufällig ausgewählten Stichproben haben bestätigt, dass MSC-zertifizierter Fisch in Sachen Rückverfolgbarkeit gute Ergebnisse liefert. Lesen Sie mehr
[3] New Scientist: ‘No red herrings if you buy blue’. 17th July 2010

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